
wir haben grundsätze
das macht uns aus
grundsatz-programm des vrb hessen
Der vrb hessen vertritt die Interessen der Lehrkräfte an vorschulischen Einrichtungen, Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Förderschulen sowie kooperativen und integrierten Gesamtschulen.
Präambel – reale Bildung braucht Realitätssinn
Wir stehen für eine Bildungspolitik, die sich an den tatsächlichen Bedingungen von Schule orientiert. Bildungspolitische Entscheidungen müssen auf pädagogischer Erfahrung, wissenschaftlicher Erkenntnis und den realen Anforderungen des schulischen Alltags beruhen – nicht auf ideologischen Vorstellungen, gesellschaftlichen Wunschbildern oder kurzfristigen Trends.
Für uns bedeutet reale Bildung, Kinder und Jugendliche auf die Wirklichkeit des Lebens vorzubereiten: auf gesellschaftliche Verantwortung, Ausbildung, Beruf, Demokratie und selbstständige Lebensführung. Reale Bildung verbindet Leistung und Chancengerechtigkeit, individuelle Förderung und gemeinsame Werte, Fachwissen und Persönlichkeitsbildung.
Bildung ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft.
Grundsatzprogramm des vrb.
Dafür steht der vrb hessen:
- Realitätsnahe Bildungspolitik statt Ideologie
- Unterrichtsqualität statt schulpolitischer Experimente
- Leistung und Chancengerechtigkeit durch individuelle Förderung
- Vielfalt der Schulformen statt Einheitslösungen
- Praxisnahe Bildung mit Zukunftsperspektiven
- Klare Bildungsstandards und verlässliche Abschlüsse
- Hochwertige Lehrkräfteausbildung statt Qualitätsabbau
- Gute Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz
- Faire Besoldung und Erhalt des Beamtenstatus
- Starke Mitbestimmung und berufliche Absicherung
- Wohnortnahe Schulen und stabile Strukturen
- Gemeinsame Verantwortung von Schule und Elternhaus
vrb hessen – Für starke Lehrkräfte. Für gute Schulen. Für reale Bildung.
1. Bildung und Erziehung – Verantwortung gemeinsam tragen
Schule unterstützt junge Menschen dabei, selbstständig, verantwortungsbewusst und urteilsfähig zu werden. Grundlage ihres Handelns sind die Werte des Grundgesetzes: Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Respekt, Solidarität und Toleranz.
Die Erziehungsverantwortung der Eltern bleibt dabei unersetzlich. Schule kann unterstützen und begleiten, sie kann jedoch nicht sämtliche gesellschaftlichen Probleme lösen oder familiäre Aufgaben ersetzen.
Der vrb hessen setzt sich deshalb für eine klare Aufgabenverteilung und eine enge Zusammenarbeit von Elternhaus, Schule, Jugendhilfe und weiteren Partnern ein.
2. Unterricht ist die Kernaufgabe von Schule
Der Unterricht steht im Mittelpunkt schulischer Arbeit.
Guter Unterricht vermittelt grundlegende Kulturtechniken, solides Fachwissen, Methodenkompetenz, Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein. Er orientiert sich an den individuellen Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler und eröffnet ihnen realistische Bildungs- und Berufsperspektiven.
Neue pädagogische Konzepte müssen wissenschaftlich fundiert, praxistauglich und personell abgesichert sein. Der vrb hessen lehnt schulpolitische Experimente ab, deren Nutzen nicht nachgewiesen ist oder deren Umsetzung auf Kosten der Unterrichtsqualität erfolgt.
3. Reale Bildung – lebensnah, praxisortientiert und leistungsfähig
Reale Bildung bedeutet, junge Menschen auf die Anforderungen der Lebenswirklichkeit vorzubereiten.
Sie beginnt bereits in der Grundschule mit dem Erwerb grundlegender Kompetenzen und setzt sich in allen Schulformen fort. Sie stärkt individuelle Talente, vermittelt Orientierungswissen und eröffnet konkrete Zukunftsperspektiven.
Besonders die von uns vertretenen Schulformen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Fachkräftesicherung, zur gesellschaftlichen Integration und zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Sie verbinden Theorie und Praxis und schaffen tragfähige Übergänge in Ausbildung, Beruf und weiterführende Bildungsgänge.
4. Vielfalt der Schulformen erhalten
Jede Schülerin und jeder Schüler hat Anspruch auf eine passende schulische Förderung.
Der vrb hessen bekennt sich zu einem vielfältigen und differenzierten Schulwesen. Unterschiedliche Begabungen, Interessen und Lernwege erfordern unterschiedliche Bildungsangebote.
Wir treten für den Erhalt leistungsfähiger Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen sowie kooperativer und integrierter Schulformen ein. Schulentwicklung darf nicht von ideologischen Leitbildern, sondern von pädagogischer Wirksamkeit bestimmt werden.
5. Chancengerechtigkeit durch passgenaue Förderung
Chancengerechtigkeit bedeutet für uns nicht Gleichmacherei, sondern die bestmögliche Förderung jedes einzelnen Kindes.
Unterschiedliche Voraussetzungen benötigen unterschiedliche Unterstützungsangebote. Leistungsbereitschaft, Anstrengung und Motivation müssen sich lohnen. Gleichzeitig müssen Bildungswege durchlässig bleiben und Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen.
Ausreichende Deutschkenntnisse sind eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreichen Unterricht. Sprachförderung muss frühzeitig, verbindlich und wirksam erfolgen.
6. Fördern, fordern und Orientierung geben
Schule hat die Aufgabe, Leistung zu fördern und individuelle Entwicklung zu ermöglichen.
Der vrb hessen setzt sich für klare Bildungsziele, nachvollziehbare Leistungsanforderungen und verlässliche Abschlüsse ein. Schülerinnen und Schüler benötigen Orientierung, Rückmeldung und transparente Erwartungen.
Eine Bildungspolitik, die Leistung relativiert oder Unterschiede ignoriert, wird den Bedürfnissen der Lernenden nicht gerecht.
7. Überschaubare Schulen und stabile Strukturen
Gute pädagogische Arbeit braucht überschaubare Schulen, feste Bezugspersonen und verlässliche Strukturen.
Der vrb hessen setzt sich für den Erhalt wohnortnaher Schulstandorte ein. Schulentwicklung benötigt Kontinuität und Planungssicherheit statt ständig wechselnder Strukturreformen.
8. Staatliche Verantwortung und vergleichbare Standards
Schulen benötigen pädagogische Freiräume, aber auch verlässliche Rahmenbedingungen.
Der Staat trägt die Verantwortung für vergleichbare Bildungsstandards, Abschlüsse und Qualitätsmaßstäbe. Bildungsstandards, schulformspezifische Lehrpläne und transparente Prüfungen schaffen Vertrauen und Verlässlichkeit.
9. Gute Lehrkräfteausbildung für gute Schulen
Qualität im Bildungswesen beginnt mit einer hochwertigen Lehrkräfteausbildung.
Der vrb hessen fordert:
- eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung,
- eine schulformspezifische Ausrichtung,
- eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis,
- eine mindestens 24-monatige zweite Ausbildungsphase,
- ausreichend qualifizierte Ausbilderinnen und Ausbilder mit aktueller Unterrichtserfahrung.
Ausbildungsverkürzungen und Qualitätsabsenkungen lehnen wir entschieden ab.
10. Gute Arbeitsbedingungen sichern
Lehrkräfte brauchen Rahmenbedingungen, die professionelles Arbeiten ermöglichen.
Dazu gehören:
- ausreichende Personalressourcen,
- wirksame Entlastungsmaßnahmen,
- eine angemessene Verwaltungsunterstützung,
- Gesundheits- und Arbeitsschutz,
- der Erhalt bewährter Altersentlastungen.
Bildungspolitik darf nicht auf Kosten der Gesundheit der Lehrkräfte betrieben werden.
11. Beamtenstatus, Besoldung und Versorgung
Der vrb hessen steht zum Berufsbeamtentum.
Der Beamtenstatus gewährleistet Neutralität, Verlässlichkeit und die besondere Verantwortung des Staates für Bildung.
Besoldung und Versorgung müssen verlässlich und zukunftssicher ausgestaltet sein.
12. Mitbestimmung und demokratische Beteiligung
Mitbestimmung ist ein wesentlicher Bestandteil einer demokratischen Schulkultur.
Personalräte müssen frühzeitig informiert und wirksam beteiligt werden. Der vrb hessen setzt sich auf allen Ebenen für die rechtliche, soziale und berufliche Absicherung der Lehrkräfte ein.
Unser Auftrag:
Der vrb hessen ist die Stimme der realen Bildung in Hessen.
Wir vertreten Lehrkräfte an vorschulischen Einrichtungen, Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Förderschulen sowie kooperativen und integrierten Schulformen.
Wir stehen für:
- Bildungspolitik mit Realitätssinn,
- Entscheidungen auf Grundlage von Erfahrung und Wissenschaft,
- Freiheit von ideologischen Vorgaben,
- Verlässlichkeit statt kurzfristiger Moden,
- Leistung und Chancengerechtigkeit,
- starke Schulen und starke Lehrkräfte.
Für eine Schule, die sich an der Wirklichkeit orientiert. Für eine Bildungspolitik mit Verantwortung. Für reale Bildung in Hessen.
„Reale Bildung braucht keine Ideologien, sondern Realitätssinn, klare Ziele und starke Lehrkräfte.“
Claus Eschenauer, Landesvorsitzender
junger vrb.
junger vrb ist die Nachwuchs- und Jugendorganisation des Lehrkräfteverbandes vrb hessen. Die Organisation unterstützt angehende Lehrkräfte beim Einstieg in den Schulalltag, etwa durch praxisnahe Webinare und Informationsveranstaltungen.
Das vrb Magazin.
Schon gelesen?
bildung.echt. ist die Verbandszeitschrift des vrb Hessen, die Lehrkräften praxisnahe Informationen und Einblicke in den Berufsalltag liefert. Inhalte sind Berichte aus der Bildungspolitik, Schulrecht, neue Verordnungen, Besoldungsfragen sowie pädagogische und schulische Themen.

